Früherkennung von Nierenerkrankungen


Wesentlich für einen Therapieerfolg ist die Früherkennung – daher sind regelmäßige Untersuchungen
auf „Herz und Nieren“ beim Tierarzt unbedingt empfehlenswert.

Es ist vor allem bei Katzen nicht ungewöhnlich, dass die Nieren im höheren Alter etwas von ihrer Leistungsfähigkeit einbüßen. Katzen in der zweiten Lebenshälfte sind etwa dreimal so häufig von chronischer Niereninsuffizienz betroffen wie Hunde, bei denen Tierärzte schätzen, dass 7 – 17% Funktionseinschränkungen der Nieren haben. Die chronische Niereninsuffizienz gehört somit zu den 10 häufigsten Katzenkrankheiten und trägt in vielen Fällen zum verfrühten Tod bei.

Die vier Stadien der Niereninsuffizienz

1. Stadium: Latenzstadium
Es sind keinerlei Anzeichen für eine Erkrankung zu bemerken,
also auch keine Veränderungen im Blut und Harn des Tieres feststellbar.

2. Stadium: Volle Kompensation
Zu minimalen und daher häufig unbemerkten Symptomen kommt es erst, wenn bereits etwa die Hälfte des Nierengewebes zerstört ist. Das Tier trinkt dann etwas mehr und sein Harn ist etwas wässriger als normal.

3. Stadium: Kompensierte Retention
Blut- und Harnwerte sind verändert. Das nierenkranke Tier wirkt müde. Außerdem ist es häufig durstig und trinkt viel. Darüberhinaus setzt der tierische Nierenpatient viel Harn ab. Sein Appetit ist vermindert oder wechselt ständig. Eventuell erbricht er sich hin und wieder oder leidet unter Durchfall. Trotz dieser Symptome bleibt auch das 3. Stadium
häufig unerkannt, wenn nicht zufällig oder im Rahmen einer Routineuntersuchung Blut- oder Harnwerte gemessen werden.

4. Stadium: Dekompensierte Retention
Alle Symptome verstärken sich. Nun werden auch Folgeschäden der gestörten Nierenfunktion offenbar: Es können sich Blutarmut, brüchige Knochen, Zuckerkrankheit, Störungen der Wundheilung, Geschwüre und Entzündungen entwickeln.

Bei jedem einzelnen dieser Symptome sollte so rasch wie möglich der Tierarzt
aufgesucht werden. Schmierige bräunliche Belege auf den Zähnen und
ein unangenehmer Mundgeruch deuten auf eine schwere Harnvergiftung (Urämie) hin, die zu einem Hirnschaden führen kann. Symptome für eine Schädigung des Gehirns sind: Teilnahmslosigkeit, Zittern, starker Juckreiz, Krämpfe, epileptische Anfälle, Augenzittern, Bewusstlosigkeit
und sogar Koma.

Bei diesen Symptomen muss das Tier augenblicklich in tierärztliche Behandlung!

Weitere Infos:

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